Wie verbreiten sich Läuse?
In den meisten Fällen erfolgt die Ansteckung durch direkten Haarkontakt.
Selbst ein kurzer Wangenkuss oder ein gemeinsamer Blick auf denselben Bildschirm, ein Buch oder Spiel kann bereits ausreichen.
Kopfläuse sind genetisch darauf programmiert, sich zu verbreiten.
Sie nutzen jede Gelegenheit, um einen neuen Wirt zu finden.
Ein Weibchen muss sich nur einmal paaren und kann dann täglich Eier legen.
Ein einziges befruchtetes Weibchen reicht aus, um eine Infektion auszulösen.
Verbreitung durch Schwimmbadwasser
Kopfläuse verbreiten sich grundsätzlich nicht über Schwimmbadwasser.
Sie können bis zu 8 Stunden den Atem anhalten und haben keinen Grund, den Kopf zu verlassen.
Sie können nicht schwimmen, treiben aber gut – eine Übertragung im Wasser ist jedoch extrem selten.
Eine häufige Frage: „Tötet Chlorwasser Läuse?“
Studien zeigen: Nein. Läuse werden nur kurzzeitig gelähmt, sterben aber nicht.
Kann ich mich durch Textilien anstecken?
Im Grunde genommen nicht.
Läuse besitzen Beine, die speziell darauf ausgelegt sind, sich von Haar zu Haar fortzubewegen. Ihre sechs Beine sind mit kräftigen Greifklauen ausgestattet, die perfekt geformt sind, um ein einzelnes Haar zu umfassen. Dadurch können sie sich mit Geschwindigkeiten von bis zu 30 Zentimetern pro Minute durch das Haar bewegen — von einer Kopfseite zur anderen — und auf einen anderen Kopf übergehen, sobald die Haare miteinander in Kontakt kommen.

Mit diesen Greifklauen sind Läuse nicht in der Lage, sich auf glatten Oberflächen fortzubewegen. Selbst auf Textilien fällt ihnen eine effiziente Bewegung äußerst schwer, was eine Übertragung über Kleidung oder andere Gegenstände praktisch ausschließt. Als Art hätten Läuse nicht überleben können, wenn sie auf diese extrem begrenzte Möglichkeit angewiesen gewesen wären, auf diese Weise einen neuen Wirt zu finden.

Instinktiv bewusst, dass sie im Haar bleiben muss, lässt sich eine Laus beim Klettern von Haar zu Haar niemals los. Sie hält sich mit einem oder mehreren ihrer Beine an einem Haar fest, während die anderen Beine das nächste Haar suchen, und lässt das vorherige Haar erst los, wenn sie einen sicheren Halt am nächsten Haar hat.
Wenn eine Laus sich lösen und in der Umgebung landen würde, würde sie innerhalb von 24 bis 48 Stunden sterben, da sie ständig auf die Wärme und Feuchtigkeit der Kopfhaut sowie auf das Blut ihres Wirts angewiesen ist.
Eine Laus hat also keinen Grund, sich auf einem Objekt aufzuhalten, und außer einer geschwächten oder toten Laus wird man sie dort nicht antreffen.
Es gibt jedoch drei Ausnahmen:“
- Haarbürsten
- Haargummis
- Pelz
Haarbürsten
Beim Bürsten können Haare mit Läusen in die Bürste gelangen.
Läuse meiden Licht und verstecken sich in kleinen Öffnungen.
Sie überleben max. 48 Stunden in einer Bürste.
Nur wenn die Bürste kurz zuvor von einer infizierten Person benutzt wurde, besteht Ansteckungsgefahr.
Bei gemeinsamer Nutzung im Haushalt steigt das Risiko.
Empfohlen: Bürsten aus einem Stück wie Tangle Teezer oder Hercules Painfree Scalp.
Normale Bürsten können auch über Nacht eingefroren werden – aber das ist unpraktisch im Alltag.
Haargummis
Beim Entfernen können Haare mit Läusen im Gummi hängen bleiben.
Läuse verstecken sich in Falten von textilen Gummis.
Empfehlung: Kunststoffgummis aus einem Stück, z. B. Invisibobble, und regelmäßig haarfrei halten.
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Pelz
Echter Pelz ist nicht nur grausam, sondern besteht aus echtem Haar.
Läuse könnten ihn mit einem Wirt verwechseln und sich darin einnisten.
Wer kann Kopfläuse bekommen?
Jede Person mit Haaren kann Kopfläuse bekommen, unabhängig von Alter oder Geschlecht.
Kopfläuse bevorzugen warme, leicht feuchte Kopfhaut. Menschen, die mehr Körperwärme abgeben oder dickes, isolierendes Haar haben, sind in der Regel anfälliger.
Männer und Jungen sind seltener betroffen, da sie meist kürzeres Haar haben. Kurzes Haar verringert den Haar-zu-Haar-Kontakt, der der wichtigste Übertragungsweg für Läuse ist. Außerdem schafft kurzes Haar häufig Bedingungen, die für Läuse und ihre Eier zu trocken und zu kühl sind.
Dennoch können auch Männer und Jungen Kopfläuse bekommen. In solchen Fällen sucht die Laus meist nach einem Wirt mit günstigeren Bedingungen, es sei denn, das Haar ist dicht oder etwas länger. Selbst sehr kurzes Haar, wie bei einem Buzz Cut, reicht aus, damit sich eine Laus festhalten und Eier anheften kann, auch wenn die Wahrscheinlichkeit gering ist, dass sich diese Eier entwickeln.

Was kann ich tun, um läusefrei zu bleiben?
- Wöchentliches Kämmen mit unserer Kämmbehandlung ist der sicherste Weg.
- So erkennen Sie einen Befall frühzeitig – bevor Nymphen entstehen.
- Frühe Erkennung verhindert Ausbreitung auf andere.
- Unsere Kämm-Creme ersetzt Conditioner – spart Zeit und Aufwand.

- Tragen Sie die Haare in einem Zopf!
Offene Haare oder Zöpfe kommen leichter mit anderen in Kontakt. - Verwenden Sie Plastikbürsten und -gummis, in denen sich keine Läuse verstecken können.
- Vermeiden Sie echten Pelz – er ist nicht nur grausam, sondern auch ein Risiko für Läuseübertragung.